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Dort wo sich beim Biathlonweltcup in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena noch fast 100 000 Zuschauer an den fünf Wettkampftagen getummelt haben, ist es ruhig geworden. Etwa zwanzig, überwiegend Touristen sind es, die am Schießstand ein emsiges Treiben beobachten.
Hautnah und kostenlos ist dabei die Elite des Biathlonsports zu bewundern, denn mit der deutschen Damen Biathlonnationalmannschaft, dem Teams aus Schweden und den USA haben gleich drei Nationen ihre Vorbereitung auf die Biathlon Weltmeisterschaft in Korea in Ruhpolding aufgeschlagen. Der deutsche Damen-Cheftrainer Uwe Müßiggang will hier seinen Erfolgsverwöhnten Damen den letzten Schliff für die Titelkämpfe im fernen Asien verpassen. „Wir müssen darauf achten, dass sich die Mädels hier auch regenerieren und so werden wir ein sehr dosiertes Training abhalten“, sagt der 57jährige Erfolgstrainer. Immerhin haben seine Damen mit den Weltcups im Januar in Oberhof, Ruhpolding und Antholz ein wahres Mammutprogramm hinter sich gebracht. „Da sind viele über das Limit hinaus gegangen und haben viele Körner gelassen“, weiß Müßiggang. 18 Jahre lang ist der in Berchtesgaden lebende Uwe Müßiggang nun Damenbundestrainer und gilt als der erfolgreichste Trainer der Welt, 66mal standen unter seiner Regie deutsche Frauen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften auf dem Podest. Aushängeschilder sind derzeit Magdalena Neuner aus Wallgau, Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison und Olympiasiegerin Kati Wilhelm. „Die beiden und Andrea Henkel machen zur Zeit den besten Eindruck und können bei der WM ganz vorne dabei sein“, ist sich Müßiggang sicher.
Daneben sind Martina Beck, Kathrin Hitzer und Simone Hauswald für die Weltmeisterschaft in Korea nominiert. Eigentlich wollte Uwe Müßiggang den Vorbereitungslehrgang in der Heimat von Magdalena Neuner in Wallgau bestreiten. Nachdem in Ruhpolding derzeit perfekte Schneeverhältnisse in der Chiemgau Arena herrschen, entschloss man sich die Zelte im Chiemgau aufzuschlagen. „Wir fühlen uns hier sehr wohl und für mich ist es ja auch ein Heimspiel“, freut sich Kathrin Hitzer die seit Jahren in Ruhpolding wohnt. Am frühen Vormittag bereits bittet Uwe Müßiggang sein erfolgreiches >Sextett< zum Lauf- und Schießtraining am Fuße des Zirmbergs. Zwei Stunden geht es über die gut präparierten Loipen um dann am Schießstand die Treffsicherheit seiner Mädels akribisch durch das Fernglas zu beobachten. Co-Trainer Gerald Hönig lässt keine der Damen wieder zurück auf die Loipe ohne ihnen vorher das Trefferbild unter die Nase zu halten. „Erfolg hat man nur, wenn man genau arbeitet“, sagt Uwe Müßiggang immer wieder. Und so sieht man Neuner, Wilhelm und Co. nach zwei Stunden Training die Anstrengungen auch ins Gesicht geschrieben.
„Am Nachmittag sehen wir uns am Weitsee in Richtung Reit im Winkl“, gibt Gerald Hönig den Damen noch mit auf dem Weg als sie zum Mittagessen ins Hotel aufbrechen. Dort werden sie in der klassischen Technik unterwegs sein und mancher der Hobbylangläufer die dort ebenfalls unterwegs sind, werden davon erzählen können, dass sie heute von einer Magdalena Neuner und einer Kati Wilhelm überholt worden sind. Ende der Woche geht es dann für das deutsche Damenteam auf die Überholspur nach Korea und es scheint fast sicher, dass zu den 66 Podestplätzen des Uwe Müßiggang noch weitere dazukommen werden. SHu.

Impressionen vom Biatlon Weltcup 2009 in Ruhpolding

Die Eröffnung

Die Eröffnung

Stargast Franz Beckenbauer

Toni Lang

Kathi Wilhelm

Magdalena Neuner

Magdalena Neuner

Andi Birnbacher

Arnd Peiffer

Christoph Stephan

"Birnei" fix und fertig

Michi Greis am Start

Michi Greis

Michi Greis

Ricco Gross

Birnbacher und Greis

Andreas Hallweger

Die volle Chiemgau-Arena

Die Fans

Hilfe für Matthis mit Uschi Disl

Claus Pichler

"Super-Lena"

Kathi Wilhelm

Der Sieger: Björndalen

Damen-Start

Damen- Start

Die Herren

Uwe Müssiggang

„Die Vorbereitung ist diesmal gut gelaufen und auch auf der Treppe ist alles klar gegangen“, lacht Schlechings Biathlet Andi Birnbacher unmittelbar vor dem Auftakt des Weltcups (Mi, 03.12.) im schwedischen Östersund. Besagte Treppe im Heim in Schleching wurde dem 27jährigen vor einem Jahr zum Verhängnis als er sich dort den Fuß verdrehte und mit einer Bänderverletzung zum Weltcupauftakt zuschauen musste. Allerdings ganz ohne Probleme ging es auch diesmal nicht, ausgerechnet bei seinem Lieblingshobby dem Angeln verletzte sich Birnbacher mit dem Drillingshaken als er diesen auswerfen wollte, dieser sich jedoch im rechten Mittelfinger verhakte. „Im Klinikum Traunstein hat Professor Ketterl das Problem aber rasch behoben“, lacht der begeisterte Hobbyangler.
Den Feinschliff auf den kommenden Winter holte sich der Vizeweltmeister von Antholz 2007 zuletzt mit der deutschen Mannschaft in Munio/Finnland wo die Ruhpoldinger Gruppe mit ihrem Heimtrainer Remo Krug zum ersten Mal in der Vorbereitung auf den Rest der Mannschaft getroffen war. „Es war sehr gut, wenn es auch die letzten Tage brutal kalt gewesen ist, wir haben super trainieren können und es war alles optimal.“ Wohl deswegen auch, weil die Ruhpoldinger Gruppe um Andi Birnbacher, Michi Greis, Toni Lang und Daniel Graf auch in Munio nach den Trainingsplänen von Remo Krug trainieren konnte. Wie berichtet, hatten sich im Sommer die Ruhpoldinger Skijäger für einen eigenen Weg entschieden und beschlossen, nicht mehr mit Bundestrainer Frank Ulrich die Vorbereitung zu bestreiten. „Alles ist dort nur mit Absprache mit Remo Krug geschehen und haben unsere Trainingspläne durchgezogen, uns aber auch dem allgemeinen Training angeschlossen“, so der 27jährige. Grundsätzlich war Andi Birnbacher mit der gesamten Vorbereitung im Sommer zufrieden, wenn er auch beim Radrennen „Bike Trans Germany“ wegen eines Sturzes 20 Kilometer vor dem Ziel aufgeben musste. Ebenfalls erfolgreich war ein Höhentrainingslager in Andermatt in der Schweiz verlaufen. „Natürlich war es zuletzt in Munio ein anderes Gefühl wie die Jahre zuvor als wir auf die anderen Biathleten gestoßen sind. Jeder war gespannt wie denn die anderen so drauf sind. Im Prinzip muss man aber sowieso auf sich selber schauen wo man steht“, meint Birnbacher. Auch die Bänderverletzung aus dem vergangen Jahr vom Treppensturz ist für den Schlechinger kein Thema mehr. Die vergangenen Tage hat Andi Birnbacher im heimischen Schleching verbracht um nach zweieinhalb Wochen Finnland im Chiemgau wieder Sonne tanken zu können, Post zu erledigen und Wäsche aus dem Trainingslager zu waschen und für Östersund wieder neu zu packen. „Diese freien Tage sind mehr sehr wichtig, vor allem nach der Dunkelheit in Finnland tut das alles ganz gut“, freut sich Birnbacher über den Zwischenstopp in der Heimat.
Ziel des Skijägers ist ein guter Start in den ersten Weltcupblock weil es gut für das Selbstvertrauen ist, jedoch will er in jedem Rennen sein bestes geben, ob am Anfang oder am Ende der Saison. Freuen tut sich der 27jährige natürlich auf sein Heimrennen im Januar in Ruhpolding. "Dort ist die Familie, sind die Freunde vor Ort, das ist ein besonderer Spaß, wenn es auch stressig ist und es schwer ist den >Tunnelblick< vor dem Rennen zu bekommen. Viele schreien Andi, wollen dir Glück wünschen, das gehört aber dazu", meint Birnbacher in seiner unbekümmerten Art. In Schleching ist der vierfache Juniorenweltmeister seit neuestem Werbeträger der Gemeinde und ist auf großen Plakaten zu sehen. "Eine selbstverständliche Sache, ich stehe zu meiner Heimat", sagt er und genießt in Schleching seinen Ruhepol zu haben. Neben guten Ergebnissen im Weltcup hat Birnbacher auch die Weltmeisterschaft in Südkorea im Visier und ein Jahr später die Olympischen Spiele in Vancouver. Große Experimente in der Vorbereitung hat der 27jährige nicht gemacht. "Wichtig war es die Form aus den vergangenen Winter mitzunehmen und nur kleine Feinheiten beim Laufen und Schießen anders zu machen. Im Großen und Ganzen habe ich mich aber am Trainingsplan des vergangenen Jahres orientiert." Schön wäre in diesem Winter ein Weltcupsieg oder eine WM-Medaille sagt er und betont, dass ihm die persönliche Leistung wichtig ist. "Wenn ich meine Leistung abrufen kann, kommen die Erfolge von alleine", bekräftigt er. Was er in diesem Jahr nicht geschafft hat, war die Prüfung zum Angelschein, da fehlte ihm einfach die Zeit so dass er seinem Hobby nur am Rudersburgersee bei Ettenhausen bei einem Bekannten nachgehen konnte." Vielleicht bringe ich es nächstes Jahr hin", lacht Birnbacher, denn in den kommenden Monaten will er sich sportlich die großen Fische fangen. "Erfolge darf man immer legal angeln, wenn man es mit legale Mittel schafft ist das in Ordnung und da bin ich dabei", lacht er abschließend verschmitzt. SHu.

Vor einem Jahr hatte Toni Lang im Sommer die Gipfel der Anden erobert und in 6000 Metern oben die Höhenluft genossen
In diesem Sommer hat sich der 26jährige Biathlet aus Hauzenberg mit Wohnort Ruhpolding den Ausflug nach Südamerika verkniffen und sich dafür intensiv auf den Weltcup in diesem Winter vorbereitet. Der Lohn der Anstrengungen, der ehemalige Langläufer hat sich das Startrecht für den ersten Weltcupblock gesichert. Derzeit ist Toni Lang mit der deutschen Biathlonmannschaft zum Schneetraining im finnischen Munio, dort gibt es derzeit Schnee und knackige Minusgrade. „Es ist ein gutes Gefühl mit im Team zu sein und die Spannung steigt natürlich Tag für Tag“, sagte der 26jährige wenige Tage bevor es nach Finnland ging. In diesem Sommer ist Toni Lang den so genannten >Ruhpoldinger-Weg< mitgegangen. Olympiasieger Michi Greis hatte sich mit der Trainingsgruppe aus Ruhpolding von Bundestrainer Frank Ulrich losgesagt und mit seinem Heimtrainer eine eigene Vorbereitung bestritten. „Das war für mich auch was Neues, aber es hat alles gepasst, wir verstehen uns in unserer Gruppe hervorragend“, schwärmt der Hauzenberger. Die Mischung aus Lockerheit und intensiven Training ist nach Ansicht des Skijägers das Geheimnis der Gruppe aus dem Chiemgau. Als ehemaliger Langläufer war es für Toni Lang im vergangenen Jahr noch ziemlich schwer einzuschätzen, wie er als schneller Läufer in der Loipe das Tempo zum Schießstand hin dosieren musste, um beim Schießen möglichst viele Scheiben zu treffen. „Da haben wir im Sommer mit Remo Krug intensiv daran gearbeitet, weil ich vom Langlaufen her ziemlich unbelastet an das Schießen herangegangen bin, hat sich noch nicht soviel eingeschlichen was man nicht mehr ändern könnte. Und zuletzt bei den deutschen Meisterschaften ist es schon gut gelaufen“, freut sich der 26jährige.
„Er ist gut drauf und ich erwarte mir einiges“, ist sich sein Heimtrainer Remo Krug sicher und auch der neunfache Weltmeister im Ruhestand Ricco Groß hält viel von Toni Lang. Besonders von Michi Greis und Andi Birnbacher kann sich Lang noch einiges abschauen, mit Daniel Graf der seit zwei Jahren am Stützpunkt Ruhpolding trainiert, wird er sich in dieser Saison das Zimmer teilen. Ein erstes >Probewohnen< können die beiden die nächsten drei Wochen in Munio testen. „Der Daniel ist ein netter Kerl, da raufen wir uns schon zusammen“, lacht Toni Lang. Mit Notebook und einigen Büchern ist er für den Trainingslehrgang in Finnland gut gerüstet, dazu kommt ein richtig gutes Geräuchertes von daheim ins Gepäck, weil in Finnland die Verpflegung nicht immer ideal ist. Gewohnt wird in rustikalen Blockhütten mit jeweils vier Wohneinheiten. Nach dem Training in Munio wird die Ruhpoldinger Gruppe Ende November noch für drei Tage in der Chiemgau Arena trainieren und dann zum ersten Weltcup nach Östersund aufbrechen. Dazu finden vor Weihnachten noch zwei Rennen in Hochfilzen statt. „Da will ich meine Leistung bringen und ich bin mir auch sicher dass mir das gelingt“, meint der 26jährige. Ziel von Toni Lang sind natürlich die drei Weltcuprennen in Januar wenn es nach Antholz, Oberhof und vor allem nach Ruhpolding geht. „Ruhpolding ist halt der Traum eines jeden heimischen Biathleten, da muss einfach dabei sein.“ Für dieses Ziel wird er alles geben, verrät er. Ein weiterer Saisonhöhepunkt werden die Weltmeisterschaften am Ende der Saison in Südkorea sein und ein Jahr später die Olympischen Spiele in Vancouver/Kanada. „Auf dieses Ziel habe ich langfristig hingearbeitet, wenn ich schon vom Langlauf zum Biathlon wechsle, muss Olympia das Ziel sein“, unterstreicht Toni Lang seine damalige Entscheidung und sagt aber auch, dass er sich zunächst vorrangig auf den Weltcup konzentrieren will. Zuzutrauen ist Toni Lang einiges, ganz nach seinem Lebensmotto: >Jeden Tag so gut und intensiv zu verbringen, ohne das Lachen zu vergessen<.

Deutsche Biathlon Meisterschaften in Ruhpolding 2008

Impressionen aus Prag -
Ruhpolding erhält Biathlon WM 2012 beim Kongress der IBU
Überraschungen beim Inzeller Triathlon

Mit dem Sieg des für Iron Trizone Triathlon Regensburg startenden Ralf Preissl ist der Inzeller Triathlon zu Ende gegangen. In einem hochkarätigen Starterfeld bei 228 gemeldeten Teilnehmern kamen schließlich 183 in die Wertung. Hinter Preissl sicherte sich Florian Holzinger von Bikesport Ansbach den zweiten Platz, dritter wurde Karl Wimmer aus Braunau.

Bei den Damen setzte sich Tina Wirths von Trisport Anger in 59:32,11 Minuten durch. Den Titel eines Inzeller Dorfmeisters sicherte sich Isidor Scheurl vor Gerhard Spannring und Herbert Koch. Zuvor waren beim erstmals ausgetragenen Triathlon für Kinder dem „Ironkids“ rund 60 Jugendliche an den Start gegangen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Organisationschef Hans Huber vom SC Inzell. „Pünktlich zum Start ist die Sonne herausgekommen und Probleme hat es auch keine gegeben.

Inzells Bürgermeister Martin Hobmaier schickte das Hauptfeld genau um 15 Uhr auf die 300 Meter Schwimmen in den frischen Zwingsee, diesen verließ Vorjahressieger Helmut Mraz aus Tengling als Erster, der für den SC Anger startende Zahnarzt kam schließlich auch als Führender zum Wechsel nach dem 20 Kilometer Radfahren zur Rauschbergbahn und zurück ins Eisstadion zum Wechsel.

Allerdings waren ihm dabei schon Ralf Preissl und Stefan Holzinger dicht auf den Fersen und übernahmen noch im Stadion die Führung. „Ich war mir sicher, dass ich den Helmut Mraz sehr schnell einholen werde“, sagte der spätere Sieger Ralf Preissl. „Ich war beim Radfahren nur zehn Sekunden hinter ihm und ich bin der stärkere Läufer.“ Die härtesten Konkurrenten von Preissl waren dann auf der zweimal 2,5 Kilometer langen Laufstrecke der deutsche Meister im Wintertriathlon sowie der deutsche Vizemeister im Duathlon Florian Holzinger und der Österreicher Karl Wimmer aus Braunau. „Ich musste alles geben und Gott sei dank hatte ich einen guten Tag die beiden in Schach zu halten“, freute sich Ralf Preissl nach dem Zieleinlauf. Florian Holzinger haderte im Ziel ein wenig mit seiner Leistung beim Schwimmen und gab zu, dass Schwimmen seine schwächste Disziplin ist. „Ich bin froh dass die Schwimmstrecke nicht allzu lang war und dann habe ich mich durchgekämpft“, so der momentan in Traunstein lebende für Bikesport Ansbach startende Sportler. Den Grundstein zu seinem zweiten Platz legte Holzinger nach eigenen Worten im abschließenden Laufen nachdem er beim Radfahren zwar Plätze gut machen konnte, allerdings über schwere Beine klagte. Vorjahressieger Helmut Mraz >brach< beim Laufen, seiner immer schon schwächsten Disziplin, ziemlich ein (49teste Zeit) und kam in der Endabrechnung auf den neunten Platz. Was die Gesamtwertung in der „Stadler Trophy“ betrifft, zeigte sich Mraz zufrieden. „Ich denke es wird für den Gesamtsieg reichen, wenn das Laufen heute einigermaßen geklappt hätte, wäre der dritte Platz möglich gewesen, aber so passt es auch“, meinte der Inzeller Dauersieger bescheiden. Einen hervorragenden sechsten Platz erreichte in der Gesamtwertung der Ruhpoldinger Kristian Mehringer, der im Winter noch im Biathlon-Sprint Brigademeister wurde. Mit Matthias Mehringer auf Rang 18 befand sich mit dem ehemaligen Nordischen Kombinierer ein weiterer Ruhpoldinger im Vorderfeld.

Zufrieden zeigten sich die Organisatoren mit der neu gestalteten Laufstrecke, bei der zweimal 2,5 Kilometer langen Strecke mussten die Sportler ein weiteres Mal durch die Wechselzone im Eisstadion, diese Maßnahme kam bei den zahlreich erschienenen Zuschauern sehr gut an. SHu.


„Schwitzen für einen erfolgreichen Winter“, das ist das Motto derzeit in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena. Dort tummeln sich momentan die heimischen Biathleten mit ihrem Stützpunkttrainer Remo Krug.

Vor allem Olympiasieger Michi Greis und Vizeweltmeister Andi Birnbacher sowie Daniel Graf sollen in diesem Winter für Erfolge sorgen.


Siegi Huber hat mit dem 45jährigen Stützpunkttrainer Remo Krug über den Stand der Vorbereitung und die Ziele für den kommenden Winter gesprochen.

Remo Krug, wie ist denn jetzt mitten im Hochsommer der Stand der Vorbereitung?

Wir machen derzeit Grundlagen- und Ausdauertraining, sind viel am Schießstand. Wir müssen richtig Gas geben, um den langen Winter zu überstehen.

Sie sind jetzt die zweite Saison verantwortlich am Stützpunkt Ruhpolding, wie haben Sie sich denn eingearbeitet?

Ich war vor zehn Jahren schon mal bei den Herren, dann bei den Damen und auch im Nachwuchsbereich. Ich habe mich richtig gefreut, jetzt wieder im Herrenbereich zu arbeiten, es ist eine tolle Aufgabe für mich und eine schöne Herauforderung. Ich denke wir sind auf einen guten Weg, wir haben uns gut zusammengefunden als Trainingsgruppe. Insgesamt sind wir zwölf Sportler und es macht Spaß.

Mit Michi Greis, Andi Birnbacher und Daniel Graf und auch mit Toni Lang haben Sie vier sehr starke Athleten, wie kommt man da zu Recht?

Der Michi Greis ist ein absoluter Ausnahmekönner, aber er muss sich jede Saison alles neu erarbeiten wie die anderen auch. Da sind dann auch noch Kaderathleten wie Christoph Knie, Norbert Schiller und Tobias Reiter die auf dem Sprung sind. Nicht zu vergessen den Florian Graf und Simon Schrempp sowie Christian Hermle aus Baden Württemberg, das sind junge Leute die Potential haben.

Wie sieht denn Ihre Trainingsphilosophie aus, die Sportler haben wir schon verraten, dass Sie sehr genau und planmäßig arbeiten, ist das so richtig?

Sicherlich habe ich einen Plan als Grundkonzept, es ist aber auch so, dass die Athleten ihre Vorstellungen mit einbringen. Wir versuchen viel gemeinsam zu machen, lassen aber auch den Sportlern die notwendigen Freiheiten beim Training.

Sie haben ja die Etablierten Athleten die sehr viele Erfolge hatten, muss man die nicht auch ein wenig an der langen Leine halten?

Da gilt es einen Mittelweg zu finden, allerdings ist jeder Sportler ein wenig anders, der eine braucht einen größeren Freiraum, der andere mehr Führung. Genau das ist meine Aufgabe und das ist der Spaß an dieser Arbeit hier in Ruhpolding.

Wie geht es denn mit dem Training dann im August weiter, im September sind bereits die deutschen Meisterschaften?

Ab Montag (4.8.) sind wir im Höhentrainingslager in Andermatt in der Schweiz für zwei Wochen. Da machen wir speziell Bergläufe in mittlere Höhen bis 2300 Meter Höhe. Dazu ein Komplextraining, wir müssen das Training jetzt intensivieren, die deutschen Meisterschaften stehen dann an und das ist eine wichtige Standortbestimmung für den Winter.

Stichwort kommender Winter, wie sind die Rollen verteilt…Frank Ulrich ist der Cheftrainer, ist denn Remo Krug auch bei den Weltcups dabei um seine Sportler zu begleiten, da waren ja Fragen offen?

Ich gehe im Moment davon aus, dass ich da vor Ort bin, wichtig ist dass meine Athleten gut vorbereitet und Fit sind. Und dann gehe ich davon aus, dass ich als Trainer mit dabei bin.

Wie ist die Zielsetzung in diesem Winter, es gibt einen Gesamtweltcup, eine Weltmeisterschaft und es ist ein vorolympischer Winter?

Der Gesamtweltcup ist immer ein Thema, bei der Weltmeisterschaft will man natürlich Medaillen für seine Sportler und wir haben einen Weltcup in Vancouver und können dort schon mal schauen, wie es ist auf olympischen Strecken.

Sie haben wie bereits angesprochen Greis, Birnbacher und Graf die im Weltcup wohl gesetzt sind. Thema Toni Lang, vergangene Saison auf dem Sprung, in der Schlussphase der Wettkämpfe im vergangenen Winter im Weltcup dabei, was ist da diesmal möglich?

Beim Toni wird es darauf ankommen, wie er seine Schießleistung stabilisiert, er arbeitet momentan stark daran. Er hat gute Fortschritte erzielt, muss aber noch stabiler werden. Wenn er eine Schießleistung von 85 bis 90% bringt, kann der den Sprung schaffen.

Danke für das Gespräch Remo Krug und alles Gute. SHu.


24 Stunden im Sattel – Days of Bike in Ruhpolding

Mit dem Sieg des Schweizers Marcel Knaus vom Scott-Schweiz-Team endeten die Days of Bike in Ruhpolding. Knaus ist damit neuer Weltmeister im 24 Stunden Rennen nachdem er im vergangenen Jahr noch zweiter in der Chiemgau Arena wurde. „Es ist ein schönes Gefühl, aber so ganz realisieren kann ich es noch nicht. Ich bin ein wenig müde nach den 24 Stunden“, meinte der Sieger im Ziel.

Bei hochsommerlichen Temperaturen und einzelnen Regenschauern wurde den rund 500 Teilnehmern alles abverlangt. Nach dem Startschuss am Samstag im Ortszentrum mussten die Radler in der Chiemgau Arena auf den anspruchsvollen Rundkurs. Mit 6,23 Kilometer war die Runde 1,5 Kilometer länger als im vergangenen Jahr und so musste Vorjahressieger Michael Kolivoda nach neun Stunden und 33 absolvierten Runden die Segel streichen. Der Sieger Marcel Knaus kam am Ende auf 78 Runden und brauchte dafür 23 Stunden und 39,08 Minuten. „Die Strecke war sehr schön und selektiv und man hatte viel Platz zum Überholen“, lobte der mit Familie im Wohnmobil angereiste Knaus der sich vor Jörn Schwarzkopf vom Team 2 Conway Factory und Alexander Dorfmeister vom Adinvest Team durchsetzte.

Bei den Damen gab es einen italienischen Doppelsieg mit Vistarini Ausillia und Lorenza Menapace sowie Marianne Pietsch aus Holzkirchen. Ihren Titel verteidigen konnten im Viererteam Mix „Zwillingscraft/Chiemgau Biking Race Team aus Bernau. Eva Eder und Stefan Fußstettter aus Siegsdorf, der Ruhpoldinger Andreas Huber sowie Alexander Huber, im letzten Jahr noch bei Priental Bikeshop am Start, siegten mit 92 Runden in 24 Stunden und 8,18 Minuten vor dem Team Radsport Greiner Westallgäu. Zufrieden über den Verlauf zeigte sich Michaela Betzmann von Sog-Event, vor allem mit den über 100 Helfern vom SC Ruhpolding die im Schichtbetrieb für die Verpflegung der Sportler sorgten. „Vor allem die Familie Fritzenwenger möchte ich hervorheben“, so Betzmann die betonte, dass es bei der Veranstaltung diesmal keine nennenswerten Verletzungen gegeben hat. „Es war ein tolles internationales Starterfeld und auch Petrus war uns hold, wir kommen auch 2009 wieder.“

Eine zufriedene Bilanz zog auch der Vorsitzende des SC Ruhpolding, Engelbert Schweiger. „Von unserer Seite hat alles geklappt, am Samstag bei Nachwuchsrennen hatten wir über 40 junge Sportler am Start“, meinte er stolz. Für Herbert Ringsgwandl von der Ruhpoldinger Tourist Info sind die Days of Bike mittlerweile ein fester touristischer Bestandteil im Sportkalender der Gemeinde. „Wenn wir so eine Chiemgau Arena haben, dann sollten wir sie nicht nur im Winter nutzen. Die Rückmeldungen der Teilnehmer bei mir waren alle positiv“, so Ringsgwandl abschließend. Siegi Huber


Mit viel Farbe wird Schlechings Biathlet Andi Birnbacher in diesen Winter starten. Zumindest was seinen Gewehrschaft betrifft. Mittels „Airbrush“ schimmert nun der Schaft in den bayrischen Landesfarben und geht dann nahtlos in die deutschen Farben über. „Diese Idee hatte ich schon einige Zeit“, erzählt Birnbacher der momentan am Stützpunkt Ruhpolding in der Chiemgau Arena sich mit seinem Coach Remo Krug auf den Winter vorbereitet. Die neuen Farben am Gewehrschaft ließ sich Andi Birnbacher bei einem Spezialisten in Kössen machen.

Kommende Woche wird der Vizeweltmeister von 2007 in der Verfolgung mit seiner Ruhpoldinger Gruppe ins Trainingshöhenlager nach Andermatt in die Schweiz starten, um dort, wie er sagt, neue Reize in der Vorbereitung auf den Winter zu setzen. Richtig zum Einsatz kommt sein neuer farbenfroher Gewehrschaft im September bei den deutschen Meisterschaften in Ruhpolding.

Siegi Huber


Deutsches Damen Biathlon-Team trainiert am Chiemsee

Mit viel Farbe wird Schlechings Biathlet Andi Birnbacher in diesen Winter starten. Zumindest was seinen Gewehrschaft betrifft. Mittels „Airbrush“ schimmert nun der Schaft in den bayrischen Landesfarben und geht dann nahtlos in die deutschen Farben über. „Diese Idee hatte ich schon einige Zeit“, erzählt Birnbacher der momentan am Stützpunkt Ruhpolding in der Chiemgau Arena sich mit seinem Coach Remo Krug auf den Winter vorbereitet. Die neuen Farben am Gewehrschaft ließ sich Andi Birnbacher bei einem Spezialisten in Kössen machen.

Einen Leistungstest der besonderen Art haben die erfolgreichen deutschen Biathlon-Damen hinter sich. Eine Woche lang waren die Skijägerinnen mit Bundestrainer Uwe Müßiggang in der Saisonvorbereitung im Berchtesgadener Land und im Chiemgau unterwegs. Am letzten Tag des Lehrgangs stand eine „Paddel-Tour“ am Chiemsee auf dem Programm. Treffpunkt des gesamten A, B, und C-Kaders war in der Rimstinger Bucht von der es auf einen bestimmten Parcours ging. „Wir haben dazu Richtzeiten aus den vergangenen Jahren“, so Cheftrainer Uwe Müßiggang. Und so gingen Weltmeisterin Magdalena Neuner, Olympiasiegerin Kathi Wilhelm und Andrea Henkel sowie Martina Glagow und Kathrin Hitzer mit viel Elan an ihre Aufgaben. „Ziemlich anstrengend“, meinte Kati Wilhelm ob der Wellen und der tückischen Strömung, „aber die tolle Landschaft entschädigt.“

Genauso sah es Magdalena Neuner, die „Überfliegerin“ der vergangenen zwei Jahre. „Nach dem 3000 Meter-Lauf vom Vortag ist das heute wie in den Ferien“, schwärmte die junge Weltmeisterin.

Ebenso das Fazit von Kathrin Hitzer die bereits seit geraumer Zeit in Ruhpolding wohnt. „Obwohl es anstrengend ist, ist es am Chiemsee immer wieder schön.“ Siegi Huber


Chiemgauer Spitzensportler trainieren in der schönsten Region

Für den Schlechinger Biathleten Andi Birnbacher heißt es derzeit hart trainieren, denn der gute Wintersportler wird im Sommer gemacht. Klar, dass der 26jährige am Liebsten im Chiemgau trainiert. „Da habe ich alles, ob mit dem Mountainbike am Geigelstein, mit dem Skiroller in Ruhpolding oder mit dem Kajak am Chiemsee.“

In Breitbrunn geht es für die heimischen Skijäger mit dem Kajak zur Umrundung der Herreninsel und wieder zurück, so steht es auf dem Trainingsplan von Stützpunkttrainer Remo Krug. „Das ist eine weite Strecke und ganz schön anstrengend“, weiß der 26jährige Vizeweltmeister.

Nach der Kajak-Tour am Chiemsee geht es für Birnbacher zur Regeneration ins heimatliche Schleching. Doch bereits am frühen Nachmittag holt der sympathische Sportler das Mountainbike aus der Garage und sein Weg führt in über Ettenhausen in Richtung Geigelstein.

„Wenn es auch anstrengend ist, ich genieße die Landschaft“, sagt Andi Birnbacher der sich auch nicht scheut, Urlaubsgästen die ihn erkennen, bereitwillig Autogramme zu geben. „Im Chiemgau kann ich nach einem langen Winter auftanken“, verrät der ehrgeizige Sportler und so verwundert es kaum, dass er mit dem Kajak nicht nur am Chiemsee unterwegs ist, sondern auch auf der Tiroler Ache.

Die größte Entspannung findet Andi Birnbacher beim Angeln am Rudersburgersee, idyllisch gelegen am Anfang des Schmugglerweges. Dort holt er mit seinem jüngeren Bruder Felix manch dicken Fisch aus dem Wasser und im kommenden Winter will er sich dann auch den einen oder anderen Erfolg angeln. Siegi Huber